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Donnerstag, 21. März 2019

7. DKAB-Partnerfrühstück im Brackweder Hof

Das Thema „Künstliche Intelligenz“ führte 50 Vertreter*innen aus unseren Partnerunternehmen am 13. März zum Austausch zusammen.

Für den Begriff „Künstliche Intelligenz“ oder kurz KI gibt es nicht die eine Definition, lernten die Teilnehmenden gleich zu Beginn der Veranstaltung von Professor Dr.-Ing. Stefan Kopp, der am Bielefelder CITEC die Arbeitsgruppe „Kognitive Systeme und soziale Interaktion“ leitet. Am ehesten kann man bei der „Künstlichen Intelligenz von einem Teilgebiet der Informatik sprechen, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst“, erläuterte der renommierte Wissenschaftler.

Erste Anfänge gab es bereits in den fünfziger Jahren und seitdem immer wieder relevante Rückschläge, doch heute ist KI ein Bestandteil unseres Lebens, z.B. als Sprachassistent wie Siri und Alexa, in Playlisten auf Streamingdiensten oder bei der Gesichtserkennung. Google entwickelte das Computerprogramm AlphaGo – eine KI, die den Go-Weltmeister schlägt.

Heute gelingt maschinelles Lernen mit den entsprechenden Rechenressourcen durch die Kombination von Lernverfahren mit wissensbasierten Systemen. Doch oftmals bleiben die Entscheidungen der KI eine „Black Box“. Eine zukünftige Herausforderung ist laut Professor Kopp die reibungslose Zusammenarbeit von Mensch und KI.

Die Universität Bielefeld hat mit der Technischen Fakultät und dem CITEC eine lange Tradition in der Forschung zur Interaktion von Mensch und technischen Systemen. Wissenschaftler des Forschungsschwerpunkts „Interactive Intelligente Systeme“ arbeiten eng im Spitzencluster it´s OWL mit Unternehmen der Region wie Bethel, Miele und Bertelsmann zusammen.

Katharina Wendler, Head of Operations des Startups Semalytix, erläuterte anhand eines Beispiels die semantische Analyse eines Satzes, so wie sie die entwickelte KI bei der Entschlüsselung von unstrukturierten Textdaten ermöglicht. Semalytix hat sich zunächst auf die Pharmaindustrie spezialisiert und wertet unstrukturierte Textdaten aus, um Fragen wie „Warum wird ein Medikament verschrieben? Wie beurteilen Ärzt*innen und Patient*innen die Behandlung? Was macht die Konkurrenz?“ zu beantworten. Das 2015 gegründete Unternehmen ist ein Spin-off aus dem CITEC und beschäftigt inzwischen 50 Mitarbeitende.

Die Empolis Information Management GmbH, eine Ausgründung aus dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern, besteht bereits seit 30 Jahren und beschäftigt am Standort Bielefeld 70 Mitarbeitende. Projektmanager Florian Kollin berichtete über den praktischen Einsatz ihrer innovativen Produkte und Lösungen mit KI-Technologien in der Automobilindustrie und im IoT-Umfeld.

Im Anschluss an die Veranstaltung wurde vom Startup „Kundenfokussiert“ ein Podcast über Künstliche Intelligenz vorbereitet. Wir werden Sie informieren, wenn es online ist.

Foto: Making-of Podcast ( v.l.: Wilhelm Klatt, Florian Kollin (Empolis Information Management GmbH), Katharina Wendler (Semalytix GmbH), Michael Lorenz (Kundenfokussiert))

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