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Freitag, 5. Juni 2020

Die Bielefelder Wirtschaft erreicht auch in 2019 beste Werte

Einmal im Jahr veröffentlicht die WEGE die Wirtschaftsdaten für die Stadt Bielefeld

Die Fortschreibung der Wirtschaftsdaten für Bielefeld bestätigt auch für 2019 die positive Entwicklung der letzten zehn Jahre. Diese Dynamik wird sich allerdings infolge der Corona-Pandemie in 2020 nicht weiter fortsetzen. Die in diesem Bericht verwendeten Datenquellen sind die jeweils aktuellsten zur Zeit der Berichterstellung im April 2020, die eine zeitliche Verlaufsbetrachtung und einen Vergleich auf Bundes-, Landes- und OWL-Ebene ermöglichen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat mit 158.107 (Stichtag 30.6.2019) den Höchststand erreicht – 27.399 mehr als 2010, eine Steigerung von 20,9 Prozent. Noch nie waren so viele Menschen in Bielefeld beschäftigt. (Neuester Stand zur Berichterstellung: 160.625 zum 30.9.2019)
Im Vergleich zum Vorjahr (Stichtag 30.6.) gab es 2.316 mehr Beschäftigte. Dieser Zuwachs ist nahezu ausschließlich im Dienstleistungssektor zu verzeichnen. Doch auch im produzierenden Gewerbe ist die Tendenz weiterhin leicht steigend.

Bielefeld ist Arbeitsort für viele Einpendler*innen. Der positive Saldo von Aus- und Einpendlern liegt bei 29.546 Menschen.

Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,5 Prozent (Stichtag 31.3.2020) und stiegt bereits vor der Corona-Krise leicht an. Im Vergleich mit den anderen kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen belegt Bielefeld Rang 9 von 22. Im Jahr 2018 wurden die niedrigsten Arbeitslosenquoten in Bielefeld erreicht.

Bielefeld ist ein ausgewiesener Dienstleistungsstandort mit einem starken industriellen Kern. 78,7 Prozent der Beschäftigten sind im Bereich Dienstleistungen und Handel beschäftigt. Im produzierenden Gewerbe sind es 21,2 Prozent.

Die Qualifikationsprofile der Beschäftigten in Bielefeld, unterschieden nach Helfer*innen, Fachkräfte und Expert*innen/Spezialist*innen zeigen ein differenziertes Bild: Der Anteil von Helfer*innen ist im Vergleich zur Landes- und Bundesebene überdurchschnittlich vertreten, der Anteil der Fachkräfte dagegen unterdurchschnittlich und der Anteil von Expert*innen/Spezialist*innen zieht mit Land und Bund gleich.

Wie auch in den Vorjahren ist der Anteil an akademisch Qualifizierten (Menschen mit akademischem Abschluss) leicht gestiegen und zwar auf 17 Prozent.  Die duale Ausbildung hat sich in den letzten fünf Jahren auf einem Niveau von etwa vier Auszubildende von 100 Beschäftigten stabilisiert. Damit hatten im vergangenen Jahr knapp 6.500 junge Menschen einen Ausbildungsplatz in den Unternehmen und Einrichtungen in Bielefeld.

Bielefeld ist mit mehr als 38.000 Studierenden einer der größten Hochschulstandorte in NRW. Seit Wintersemester 2009/10 sind rund 13.000 Studierende neu hinzugekommen. Die Zahl der Studierenden ist damit im Vergleich zu 2009 um mehr als 50 Prozent gewachsen.

                                                                  Wirtschaftbericht 2020

 

Rückfragen an:
Brigitte Meier
Prokuristin WEGE mbH
E-Mail: meier@wege-bielefeld.de
Telefon: 0521 - 557 660 70

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